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Wandern und radeln in Rhein-Selz
Mein Jahr 2025: Zwischen Höhenflügen und Herausforderungen
Ein schönes, aber auch herausforderndes Jahr, was mich zweimal ausbremste
Hallo Ihr Lieben,
Etwas später als gewohnt möchte ich mit Euch auf das Jahr 2025 zurückblicken. Seit einigen Wochen liegt der Entwurf meines Jahresrückblicks auf dem Schreibtisch, doch im Dezember war einfach zu viel los, um ihn in Ruhe abzuschließen. Aber jetzt ist es noch nicht zu spät dafür.
Wenn ich auf 2025 zurückschaue, kommen mir viele schöne Momente in den Sinn, die ich gerne mit Euch teilen möchte:
Schöne und besondere Momente
Mit viel Energie und Vorfreude startete ich in das neue Jahr 2025. Schon im Januar erwartete mich ein Moment, den ich so schnell nicht vergessen werde: Beim Neujahrsempfang der Stadt Oppenheim erhielt ich für die „Idee, Konzeption und Organisation der Fête de la musique in Oppenheim" – so steht es in der Ehrenurkunde – die Ehrengabe der Stadt. Ich war tief berührt und überwältigt von dieser Anerkennung. Obwohl mir öffentliche Auftritte normalerweise nicht leichtfallen, fand ich in diesem besonderen Moment die Worte für eine kleine Dankesrede. Mein Dank galt vor allem dem damaligen Bürgermeister Walter Jertz, der 2021 an mich und meine Vision geglaubt hatte. Ohne ihn gäbe es die Fête sehr wahrscheinlich nicht.
Und dann, im Juni, war es wieder soweit: die 5. Fête de la musique in Oppenheim! Es war ein rauschendes Fest mit dem vielfältigsten Programm, das wir je hatten. Von Blasmusik über Kirchenmusik, von Solokünstlern und Solokünstlerinnen bis hin zu Rock, Rap und HipHop – die musikalische Bandbreite hat mich selbst überrascht. Die Schüler der Jugendmusikschule Rhein-Selz waren dabei, und zum ersten Mal durften wir auch Schüler der Realschule Nierstein auf der Bühne begrüßen. Diese Momente, wenn die Musik durch die Straßen klingt und Menschen zusammenbringt, erfüllen mich jedes Mal aufs Neue mit Freude.
Ein Jahr voller Feste
Im Jahr 2025 feierte die Stadt Oppenheim 800 Jahre Stadtrechte, und auch die Katharinenkirche beging ihr 800-jähriges Gründungsjubiläum. Viele Oppenheimer Vereine hatten ebenfalls Grund zu feiern. Es war ein Jahr voller Leben und Begegnungen – kaum ein Wochenende verging, an dem nicht irgendwo in der Stadt etwas los war. Manchmal sogar zwei Veranstaltungen gleichzeitig, so dass die Qual der Wahl blieb. Meine persönlichen Highlights waren das stimmungsvolle Bürgerfest vor dem Uhrturm mit einem großartigen musikalischen Programm, unter anderem mit Rouge Baiser, und das eindrucksvolle Konzert mit den Hofsängern in der Katharinenkirche. Fast hätte ich den beeindruckenden Umzug zum Oppenheimer Weinfest vergessen! Fast alle Oppenheimer Vereine waren vertreten und haben sich auf unterschiedlichste Weise präsentiert. Es war großartig zu sehen, wie lebendig und vielfältig das Vereinsleben in unserer Stadt ist.
Das Weingut Weyell feierte zudem 30 Jahre Kultur auf dem Hof. Es fanden so viele wunderbare Veranstaltungen statt, dass ich unmöglich überall dabei sein konnte. Ich habe es mir aber nicht nehmen lassen, bei dem großen Open Air Event mit Night Fever im Niersteiner Stadtpark dabei zu sein. Was für ein großartiger Abend. Für alle die 2025 nicht dabei sein konnten, am …. sind sie wieder da.
Auch in Nierstein, Guntersblum und den anderen Gemeinden war richtig viel los. In Guntersblum besuche ich jedes Jahr mit großer Freude das Kellerwegfest – die Atmosphäre zwischen den historischen Kellern ist einfach wunderbar, und man trifft immer wieder auf bekannte Gesichter. Auch der Weihnachtsmarkt im Hof des Schlossguts verzaubert mit seiner ganz besonderen Stimmung. In Undenheim, Nierstein und Uelversheim durfte ich ebenfalls spannende Veranstaltungen erleben, die zeigen, wie lebendig unsere gesamte Region ist.
Ende April wagte ich mich zusammen mit ein paar engagierten Mitstreiterinnen an etwas Neues: wir organisierten das erste Dîner en Blanc auf dem Marktplatz in Oppenheim. Die Planung hat unglaublich viel Freude gemacht, auch wenn ich ausgerechnet am Abend selbst nicht dabei sein konnte – aber dazu später mehr.
Ein besonderes Highlight war für mich das erste Silvesterevent in Oppenheim. Als ich erst spät zur Organisation dazustieß, blieben uns nur noch wenige Wochen – eine echte Herausforderung. Doch gemeinsam haben wir es geschafft, ein wunderbares Event auf die Beine zu stellen. Der Anblick des vollen Marktplatzes wird mir noch lange in Erinnerung bleiben. Und damit niemand in der Kälte stehen musste, hatten wir Musiker in den Rathauskeller eingeladen – eine wunderbare Location, die hoffentlich noch viele weitere Events erleben wird.
Ehrenamtliches Engagement
Seit Ende 2024 darf ich Ausflüge für die VHS Oppenheim organisieren – eine Aufgabe, die mir sehr ans Herz gewachsen ist. 2025 haben wir gemeinsam wunderbare Orte entdeckt: im Frühling das Hambacher Schloss und die wunderschöne Kurstadt Bad Dürkheim, im Herbst die malerischen Städtchen Lorsch, mit dem Kloster Lorsch, und Heppenheim und in der Adventszeit den besonderen Weihnachtsmarkt in Traben-Trarbach. Diese Ausflüge bereiten mir unheimlich viel Freude und es berührt mich jedes Mal zu sehen, wie sehr sich die Seniorinnen und Senioren darüber freuen. Dabei sind viele schöne neue Kontakte und sogar Freundschaften entstanden.
Die Planung für 2026 läuft bereits: Ende Mai geht es nach Andernach und Maria Laach, im Spätsommer sehr wahrscheinlich nach Fulda. Welchen Weihnachtsmarkt wir dann gemeinsam Ende 2026 besuchen werden, steht noch in den Sternen – aber die Vorfreude ist schon groß!
Das war nicht geplant - Doch 2025 hatte auch seine Schattenseite, die alles auf den Kopf stellten.
Beim RheinRadeln sind mein Mann und ich getrennt gefahren, weil ich noch Bilder vom Start machen wollte. Kaum war er unterwegs, stürzte er. Eine Fahrerin aus Richtung Dienheim kommend schnitt ihm den Weg ab, er wich aus und prallte gegen die Bordsteinkante der Bushaltestelle. Das linke Handgelenk war gebrochen. Nach acht Tagen im Gips wurde er im Krankenhaus Worms operiert – es war leider ein Trümmerbruch. Die folgenden Wochen waren herausfordernd für uns beide. Wenn man plötzlich die Hand nicht mehr benutzen kann, keine Flasche oder kein Marmeladenglas öffnen kann, wird einem bewusst, wie sehr wir auf unsere Hände angewiesen sind. Ich war in dieser Zeit viel zu Hause, um ihm zu helfen und ihn zu Terminen zu fahren. Jetzt, fast neun Monate später, ist seine Hand zu 90% geheilt – aber die fehlenden 10% machen sich noch bemerkbar.
Mitte Juli traf es dann mich. Bei einer Routine-Vorsorgeuntersuchung wurde etwas Auffälliges gefunden. Es folgten Wochen voller Bangen und Hoffen – vielleicht nur eine harmlose Verkalkung? Am 28. August wurde ich operiert, ausgerechnet drei Tage vor dem Dîner en Blanc – das war der Grund, warum ich an diesem Abend nicht dabei sein konnte. Doch ich hatte großes Glück, dass der Krebs sehr früh erkannt wurde und dafür bin ich unendlich dankbar. Trotzdem hat mich diese Diagnose zutiefst erschüttert. Seitdem ist jeder Arztbesuch mit anderen Gefühlen verbunden – achtsamer, bewusster, aber auch begleitet von einer leisen Sorge, die vorher nicht da war.
Dankbarkeit
Trotz allem bin ich dankbar. Dankbar, dass wir beide auf dem Weg der Genesung sind. Dankbar für meine Familie, die uns in dieser schweren Zeit zur Seite stand. Für die aufmunternden Worte, für die Menschen, die da waren, als wir sie brauchten.
Solche einschneidenden Erlebnisse bringen auch Klarheit mit sich. Man erkennt, wer wirklich für einen da ist – und manchmal muss man sich auch von Menschen verabschieden, die einem nicht guttun. Ich bin achtsamer geworden und höre mehr auf meine Bedürfnisse. Als Rentnerin habe ich nun die Freiheit, selbst zu entscheiden, welche Verpflichtungen ich eingehe – und von welchen ich mich bewusst verabschiede, weil sie uns belasten würden.
Dankbar für Euch
Und natürlich bin ich auch Euch von Herzen dankbar – dafür, dass ihr meinem Blog folgt, meine Beiträge kommentiert, liket und weiterteilt. Vielen Dank für die wertvollen Kontakte und schönen Begegnungen, die dadurch entstanden sind. Es bedeutet mir sehr viel zu wissen, dass meine Begeisterung für unsere Region bei Euch ankommt und dass wir gemeinsam die Vielfalt von Rhein-Selz entdecken und feiern.
Was ich mir für 2026 vornehme
Nach langer Überlegung habe ich mich entschieden: dieses Jahr starte ich einen Newsletter. Ich möchte unabhängiger von den sozialen Medien werden, denn die Algorithmen von Meta sind unberechenbar und spielen immer wieder verrückt. Eigentlich bin ich sowieso lieber hinter der Kamera oder am Schreibtisch als im Rampenlicht – vor der Kamera fühle ich mich nicht wohl, und persönliche Gespräche liegen mir mehr als öffentliche Auftritte.
Umso mehr freue ich mich darauf über den Newsletter direkter mit Euch in Kontakt zu treten. Schon jetzt erreichen mich viele Mails von Menschen, die nicht in den sozialen Medien sind und mir nach dem Besuch meiner Website schreiben. Der Newsletter wird für mich ein Weg sein, Euch persönlicher zu erreichen – denn nicht alles, was ich mit Euch teilen möchte, muss öffentlich im Internet stehen. Jetzt habe ich es verkündet und kann nicht mehr zurück! Gebt mir noch ein paar Wochen Zeit, um alles einzurichten, dann geht es im Frühling los.
Auf ein neues Jahr
2025 hat mir gezeigt, wie wertvoll Gemeinschaft, Kultur und unsere wunderbare Region sind. Ich freue mich darauf, mit Euch gemeinsam die Schätze von Rhein-Selz zu entdecken, und bin gespannt, welche besonderen Momente 2026 für uns bereithält. Lasst uns das neue Jahr mit offenen Augen und Herzen erkunden – ich nehme Euch gerne wieder mit!
Ein paar Impressionen
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Kommentare
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