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Adventskalender 2025
Die katholische St.-Josephs-Kirche in Dienheim feiert ihr 150. Jubiläum
Das Jahr 2025 ist für die KatholikInnen in Dienheim ein ganz besonderes Jubiläumsjahr: Vor genau 150 Jahren wurde ihre Kirche auf den Namen St. Joseph geweiht. Seit dem 1. Januar dieses Jahres gehört sie als einer von insgesamt 17 Kirchorten zur neu gegründeten Pfarrei „Auferstehung Christi Rhein-Selz" hier in der wunderschönen Region Rheinhessen – unter der Leitung von Pfarrer Thomas Catta.
Historische Wurzeln: die Kirche und das Kloster Eberbach
Die Geschichte der Kirche reicht sogar bis ins 13. Jahrhundert zurück, als das Zisterzienserkloster Eberbach im Rheingau Grundbesitz in Dienheim verwaltete. Zu diesem Besitz gehörte auch eine kleine Kapelle im Paterhof, die von den KatholikInnen als Gottesdienstraum genutzt wurde. Leider musste diese im 19. Jahrhundert wegen Baufälligkeit abgerissen werden. Nach der Auflösung des Paterhofs unter Napoleon besuchten die Gläubigen viele Jahre lang die Gottesdienste in Oppenheim.
Im Jahr 1857 setzten sich die Dienheimer KatholikInnen mit einem Bittbrief an den damaligen Mainzer Bischof, Dr. Wilhelm Emmanuel Freiherr von Ketteler, für eine eigene Kirche ein – und erhielten seine Zustimmung für einen Neubau. 1861 wurde ein Teil des ehemaligen Paterhofs als Bauplatz erworben. Die Planung nahm einige Zeit in Anspruch, doch unter der Leitung von Pfarrer Conrad Sickinger und dem Kreisbaumeister Philipp Berdelle wurde das Projekt schließlich umgesetzt.
Am 20. Juli 1873 wurde der Grundstein gelegt, und bereits nach zwei Jahren Bauzeit konnten die Maurermeister Gerber aus Oppenheim und Johannes Krummeck aus Dienheim die Kirche fertigstellen. Am 19. April 1875 weihte Bischof Ketteler die Kirche auf den Namen „St. Joseph". Anfangs fanden die Gottesdienste noch unregelmäßig statt, doch ab dem 1. April 1928, als die Gemeinde zur eigenständigen Pfarrei wurde, änderte sich das. Pfarrer Josef Valentin Krämer, der erste ortsansässige Geistliche, setzte sich mit viel Engagement für die Gemeinde ein: Er gründete den „Katholischen Musikverein Dienheim", der die Gottesdienste besonders an hohen Feiertagen musikalisch bereicherte, und richtete die Gemeindebibliothek ein, die heute als Katholische öffentliche Bücherei bekannt ist. Sein mutiges Eintreten gegen das Regime führte 1933 zu seiner Vertreibung.
Während der schweren Kriegsjahre wechselten die Seelsorger oft, doch ab dem 1. Dezember 1946 wirkte Pfarrer Willi Diel aus Dalheim viele Jahre in Dienheim – bis zu seinem Ruhestand 1980. Er blieb der Gemeinde stets verbunden und verstarb 2011 im gesegneten Alter von 103 Jahren. Unter seiner Leitung wurde unter anderem das Geläut mit dem wunderschönen Parzival-Motiv wiederbeschafft, sodass die St.-Josephs-Kirche heute fünf bronzene Glocken besitzt.
Die Kirche und die Ökumene
In der heutigen Zeit spielt die Ökumene eine wichtige Rolle. In der St-Josephs-Kirche finden regelmäßige Gottesdienste immer mittwochs um 18:30 Uhr sowie im Wechsel mit anderen Kirchorten unregelmäßig sonntags statt. Trotz des schon seit etlichen Jahren zeigenden personellen Engpasses in der Seelsorge ist die Gemeinde sehr bestrebt, weiterhin an ihrem meist monatlich um 11 Uhr stattfindenden Familiengottesdienst festzuhalten.
Neben der Kirche befindet sich idyllisch eingebettet das sogenannte Glöcknerhaus, das für private und kirchliche Feste als Ort der Begegnung genutzt wird. Es diente unter anderem einst als Unterkunftsgebäude für die „Glöckner der Kirche". Heute kümmert sich Heiko Neumer als „Küster von St. Joseph" schon seit 33 Jahren um die Vorbereitungen der Gottesdienste
Noch ein paar Bilder der St.-Josephs Kirche
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