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Was wird aus dem kleinen Brückchen in der Pfarrer-Blümler-Straße?
Rund 50 Bürgerinnen und Bürger informieren sich über Hintergründe und mögliche Lösungen
OPPENHEIM – Wie geht es weiter mit dem kleinen Brückchen in der Pfarrer-Blümler-Straße? Diese Frage beschäftigt derzeit zahlreiche Bürgerinnen und Bürger. Rund 50 Interessierte kamen am 24. September zu einer Informationsveranstaltung, zu der die beiden Beigeordneten der Stadt Oppenheim, Stephan Arnold und Philipp Schlaak, eingeladen hatten.
Das Brückchen führt über einen Graben eines fließenden Gewässers dritter Ordnung und verbindet damit für die Anwohner einen wichtigen Weg. Allerdings ist die kleine Brücke mittlerweile marode und aus Sicherheitsgründen gesperrt. Besonders interessant ist der Blick in die Vergangenheit: Das Brückchen wurde nach den bisherigen Erkenntnissen vor rund 20 Jahren oder sogar noch früher privat errichtet – OHNE DIE DAFÜR ERFORDERLICHE GENEHMIGUNG. Damit ist die aktuelle Situation nicht allein eine Frage des baulichen Zustands. Auch rechtliche, wasserrechtliche und gegebenenfalls technische Vorgaben müssen bei einer möglichen Lösung berücksichtigt werden. Genau hier setzte die Informationsveranstaltung an. Die Beigeordneten Arnold und Schlaak wollten den Bürgerinnen und Bürgern die Hintergründe erläutern, Fragen beantworten und gleichzeitig gemeinsam nach Möglichkeiten suchen, wie mit der Situation umgegangen werden kann.
Bürgerinitiative setzt sich für den Erhalt ein
Den Anstoß für die Veranstaltung hatte eine Bürgerinitiative gegeben, die sich für den Erhalt des Brückchens einsetzt. Mittlerweile haben rund 80 Bürgerinnen und Bürger die Initiative mit ihrer Unterschrift unterstützt.
Bei der Veranstaltung wurde deutlich, dass das Interesse an einer Lösung groß ist. Aus dem Kreis der anwesenden Bürgerinnen und Bürger kamen verschiedene Vorschläge und Lösungsansätze auf den Tisch. Dabei ging es nicht nur um den Wunsch, die bisherige Brücke möglichst zu erhalten, sondern auch um mögliche Alternativen.
Die gesammelten Ideen sollen nun den nächsten Schritt gehen. Sie werden zur weiteren rechtlichen und technischen Prüfung an die Verbandsgemeinde Rhein-Selz weitergegeben. Dort soll geprüft werden, welche der angesprochenen Möglichkeiten unter den geltenden rechtlichen und wasserwirtschaftlichen Rahmenbedingungen überhaupt realisierbar sind.
Damit ist die Zukunft des Brückchens noch offen. Klar wurde an diesem Abend jedoch: Die Bürgerinnen und Bürger möchten sich mit der derzeitigen Situation nicht einfach abfinden und sind bereit, gemeinsam nach einer tragfähigen Lösung zu suchen.
Wer den weiteren Verlauf verfolgen möchte, konnte bei der Veranstaltung seine E-Mail-Adresse hinterlassen. Die Interessierten sollen über die nächsten Schritte, die Ergebnisse der Prüfungen und mögliche weitere Entwicklungen informiert werden.
Für das kleine Brückchen in der Pfarrer-Blümler-Straße ist damit zumindest eines erreicht: Die Diskussion über seine Zukunft ist eröffnet, und sie soll gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern weitergeführt werden.
Gabriela Richter
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