Nächste Termine in Rhein-Selz
Wandern und radeln in Rhein-Selz
Was uns im Hof der Bernhardt Stiftung noch erwartet - der Sommer kann kommen!
„Undenheim blüht auf" war gestern erst der Auftakt. Wer dabei war, weiß: dieser Hof in der Staatsrat-Schwamb-Straße 59 hat eine ganz eigene Magie. Und die gute Nachricht ist – es geht gleich weiter. Der Sommer 2026 im Hofgut der Bernhardt Stiftung ist prall gefüllt, und ich nehme Euch gerne mit durch alles, was noch kommt.
Körperschicksale - eine Ausstellung, die unter die Haut geht: 14. Mai bis 14. Juni 2026
Stellt Euch vor, Ihr betretet eine Scheune und werdet von über 100 Kunstwerken empfangen – Skulpturen, Gemälde, Grafiken – alle vom selben Künstler, alle mit derselben obsessiven Frage: Was ist der menschliche Körper? Was macht er mit uns, was machen wir mit ihm?
Genau das erwartet Euch ab dem 14. Mai, wenn der rheinhessische Bildhauer, Maler und Grafiker Achim Ribbeck mit seiner großen Einzelausstellung „Körperschicksale" zu Gast im Hof der Bernhardt Stiftung ist. Seine Skulpturen befassen sich mit dem menschlichen Körper, seinen Bewegungen und Möglichkeiten. Die jüngsten Werke sind farbige Konkavskulpturen, die mit der menschlichen Wahrnehmung spielen und sich in verblüffender Weise zusammen mit dem Betrachter zu bewegen scheinen. Dieses Phänomen lässt sich vor Ort in der Ausstellung wunderbar erleben. Neben den beeindruckenden Skulpturen in unterschiedlichsten Dimensionen werden auch zahlreiche Gemälde und Grafiken zu sehen sein, bei denen es zum Teil ebenfalls um das »Menschenbild« geht, bei einigen Werkreihen aber auch um die zeitlosen Proportionen geometrischer Körper oder spannende Farbkompositionen.
Die Vernissage ist am Donnerstag, dem 14. Mai um 16 Uhr, mit musikalischer Begleitung von Constantin Mandel am Cocktail-Piano. An diesem Abend wird auch das druckfrische Buch zum Künstler vorgestellt – 360 Seiten, erschienen zur Frankfurter Buchmesse, der Titel: natürlich „Körperschicksale".
Die Ausstellung ist dann bis zum 14. Juni geöffnet, samstags von 14 bis 18 Uhr und sonntags von 11 bis 18 Uhr – mit Führungen, Konzerten und einem Kinderprogramm mittendrin. Der Künstler Achim Ribbeck bietet persönliche Führungen zu vier Themen an: am 17. Mai »Erleben und Bewegung« / am 25. Mai »Licht und Farbe«/ am 31. Mai »Körper und Raum«/ am 7. Juni »Konkavkunst« (jeweils 16 Uhr).
Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. Der Dorfförderverein für die Gemeinde Undenheim versorgt die Besucher mit Getränken und Snacks aus dem Brezelofen.
Buchpräsentation "Körperschicksale": Sonntag, 7. Juni um 14 Uhr
Das große Buch zum Künstler wird am 7. Juni noch einmal offiziell präsentiert – diesmal mit dem Verlag Nünnerich-Asmus aus Oppenheim. Für alle, die tiefer in Ribbecks Werk eintauchen möchten, ist das die Gelegenheit.
Saxophon-Matinée - Ein Sonntagmorgen zum Schweben: 17. Mai, 11:30 Uhr
Der erste Konzertsonntag in der Ausstellung gehört dem Oppenheimer Saxophon Quartett. Klassik, Moderne, Pop – und das alles kammermusikalisch, mit vier Saxophonen, die klingen wie ein einziger Atem.
Das Ensemble gibt es seit 1989 – und in über drei Jahrzehnten hat es eindrucksvoll bewiesen, was das Saxophon als Kammermusikinstrument alles kann. Konzertreisen weit über Rheinhessen hinaus, Auftritte in Funk und Fernsehen – und trotzdem ist das Quartett der Region immer treu geblieben. Was die vier auszeichnet, ist ihre musikalische Neugier: Ob Klassik, Jazz, Pop, Weltmusik oder Klezmer – sie lieben den Grenzgang zwischen den Stilen. Und genau das macht jeden Auftritt zu einem kleinen Abenteuer.
Ein Sonntagmorgen im Hof, mit Musik, die einen von innen wärmt – das ist einfach ein perfekter Start in den Tag. Eintritt frei.
Klassik-Matinée mit dem Amonta Streichquartett: 31. Mai, ab 11:30 Uhr
Zwei Wochen später dann Streicher: Das Amonta Quartett bringt am 31. Mai um 11:30 Uhr Kammermusik in den Hof – und das in einer Atmosphäre, die kein Konzertsaal der Welt so hinkriegt.
Johann Wolfgang von Goethe beschrieb das Streichquartett einmal als ein Gespräch zwischen vier vernünftigen Menschen, dem man gerne lauscht. Und tatsächlich gilt es seit Haydn, Mozart und Beethoven als die anspruchsvollste Gattung der Instrumentalmusik – vier Stimmen, die gleichzeitig eigenständig und doch ein Ganzes sind.
Das Amonta Quartett lebt genau diese Leidenschaft – seit über drei Jahrzehnten. 1991 aus dem Philharmonischen Orchester Mainz heraus gegründet, haben Martin Eutebach und Wolfgang Hertel (Violine), Leonie Hartmann (Bratsche) und Traudl Herrmann (Cello) seither mit professioneller Ernsthaftigkeit und echter Spielfreude dieses Genre gepflegt. Auf CD eingespielt, mit Widmungen geehrt – und trotzdem immer nah am Publikum.
Am 31. Mai erklingen Haydns Quartett Op. 74 Nr. 1 C-Dur und Beethovens Quartett Op. 18 Nr. 4 c-Moll – und nach der Pause dann Dvořáks „Amerikanisches Streichquartett" Op. 96. Dvořák war ein leidenschaftlicher Naturbeobachter, und wer genau hinhört, entdeckt im letzten Werk die Rufe des roten Tanagra, in Musik verwandelt. Das finde ich besonders schön.
Die Matinee beginnt um 11:30 Uhr und findet bei jedem Wetter statt. In der Pause und danach gibt es Getränke und Snacks aus dem Brezelofen. Eintritt frei, Spenden willkommen.
KulturSinn Kids - Klingsalabim
Musik für die Kleinsten – und die, die es im Herzen sind. Das Trio MAGOS mit Maxi Hennemann (Klarinette), Goun Kim (Piano) und Sebastian Hennemann (Violoncello) lädt zum Familienkonzert ein. Klingt nach einem perfekten Sonntagmorgen für alle, die Kinder mitbringen möchten. Mehr Infos gibt es beim Veranstalter unter www.kultursinn-rhein-selz.de.
Mannella Live - ein Sommerabend mit Seele: Samstag, 13. Juni, um 19 Uhr
Deutsch-Italienischer Indie-Pop, Emotion und starke Songs – die Mannella-Band bringt am vorletzten Ausstellungsabend Livemusik in den Hof. Eintritt frei. Ich sage nur: Sommerabend, alte Mauern, Musik. Mehr braucht es manchmal nicht.
Sommermatinée mit dem White Rabbit Duo - Abschluss mit französischem Flair: Sonntag, 14. Juni, ab 11:30 Uhr
Der letzte Tag der Ausstellung bekommt den schönsten Abschluss: Das White Rabbit Duo nimmt Euch mit auf eine Zeitreise durch die Jahrzehnte der französischen Musik. Chansons, Leichtigkeit, Sommergefühl. Eintritt frei.
Und noch ein Termin, den Ihr Euch jetzt schon vormerken solltet: das Albert-Schweitzer-Orgelpreis - Preisträgerkonzert
Wer beim Nominierungskonzert Ende April in der Martinskirche Nierstein dabei war, weiß, wie außergewöhnlich diese jungen Organistinnen und Organisten sind. Am 27. September wird der Gewinner oder die Gewinnerin des Albert-Schweitzer-Orgelpreises 2026 sein ganz eigenes Konzert in der Katharinenkirche in Oppenheim spielen. Zuvor gibt es um 16 Uhr einen Vortrag über Albert Schweitzer von Dr. Gottfried Schütz. Beide Veranstaltungen: Eintritt frei.
Übrigens hat die Bernhardt Stiftung im Jahr 2026 noch viele weitere spannende Veranstaltungen geplant – von Kino im Hof über Chormusik bis hin zum Jugendtheater. Den vollständigen Überblick findet Ihr im Jahresprogramm der Stiftung unter www.bernhardt-stiftung.de. Da lohnt es sich, reinzuschauen!
Alle Veranstaltungen im Hofgut der Bernhardt Stiftung, Staatsrat-Schwamb-Straße 59, Undenheim – soweit nicht anders angegeben. Eintritt jeweils frei.
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