Nächste Termine in Rhein-Selz
Wandern und radeln in Rhein-Selz
Neues Zuhause für die Oppenheimer Feuerwehr
Kürzere Hilfszeiten für überörtliche Aufgaben
Mit einem symbolischen ersten Spatenstich hat ein weiteres Großbauprojekte in der Verbandsgemeinde (VG) Rhein-Selz begonnen. Auf dem Gelände des ehemaligen Einkaufsmarktes in der Straße "Auf der Saar 7" entsteht bis zum zweiten Quartal 2028 das neue Feuerwehrgerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Oppenheim. Tatsächlich haben die Arbeiten bereits am 19. Mai mit der Einrichtung der Baustelle und dem Abriss des Bestandsgebäudes begonnen. Nach Jahren der Planung will die VG den Brand- und Bevölkerungsschutz verbessern. Die Feuerwache soll den Anforderungen der kommenden Jahrzehnte gerecht werden und vor allem ein Problem des bisherigen Standorts lösen.
Nach Angaben der VG-Verwaltung konnte die vorgeschriebene Einsatzgrundzeit von acht Minuten vom bisherigen Feuerwehrgerätehaus aus nicht mehr gewährleistet werden. Die Zentralisierung verkürzt die Anfahrtswege der Einsatzkräfte.
Das ist auch deshalb von Bedeutung, weil die Oppenheimer Feuerwehr über die Stadtgrenzen hinaus Aufgaben übernimmt. Sie ist Stützpunktwehr innerhalb der Feuerwehr Rhein-Selz und wird auch zur Unterstützung im Kreis eingesetzt. Zu ihren besonderen Aufgaben gehören die Wasserabwehr und Wasserrettung, der Hochwasserschutz sowie die Absturzsicherung. In Oppenheim sind zudem die Drehleiter und das Tanklöschfahrzeug TLF 4000 stationiert.
Rund 60 aktive Feuerwehrangehörige, die Jugendfeuerwehr sowie die Alters- und Ehrenabteilung erhalten mit dem Neubau künftig ein gemeinsames Zuhause. Das Gerätehaus soll neben der Einsatzbereitschaft zeitgemäße Bedingungen für Ausbildung, Kameradschaft und Nachwuchsarbeit schaffen. In der Fahrzeughalle werden sechs Einsatzfahrzeuge Platz finden.
Der Neubau entsteht auf einem rund 3000 Quadratmeter großen Grundstück, dessen begrenzte Fläche nach Angaben des Architekturbüros Schoyerer Architekten Syra die Planung wesentlich mitbestimmt hat. Entwickelt wurde ein kompakter, zweigeschossiger Bau. Große Glasflächen öffnen die Fahrzeughalle zur Hauptverkehrsstraße und sollen die ständige Einsatzbereitschaft sichtbar machen: Die Architekten sprechen von einer „Feuerwehr im Standby". Ein auskragendes Dach schützt die Portale der Fahrzeughalle vor Witterungseinflüssen, Sheddächer sorgen für natürliches Licht in den Schulungs- und Aufenthaltsräumen. Das rückseitig auskragende Obergeschoss bildet eine überdachte Eingangsarkade.
Vorgesehen sind großflächige Photovoltaikanlagen, eine begrünte Dachfläche über der Fahrzeughalle sowie ökologische Baustoffe. Das Gebäude soll weitgehend energieautark betrieben werden. Bei der Planung stehen nach Angaben des Architekturbüros neben den Baukosten auch die langfristigen Betriebs- und Unterhaltskosten im Blick.
Mit der fortschreitenden Planung haben sich allerdings die Kosten erhöht. Während der Verbandsgemeinderat zunächst von Gesamtkosten in Höhe von knapp 6,2 Millionen Euro ausgegangen war, wurden nach Abschluss der Entwurfsplanung rund 7,6 Millionen Euro veranschlagt. Diese Summe wurde vom VG-Rat beschlossen. Die Mehrkosten sind nach Angaben der VG-Verwaltung vor allem im technischen Ausbau begründet und ergeben sich zum größten Teil aus der fortschreitenden detaillierten Planung der beteiligten Fachingenieure.
Finanziell unterstützt wird das Vorhaben durch die Feuerwehrförderung des Landes. Diese erfolgt nach Angaben der VG-Verwaltung über ein Pauschalmodell mit einer festen Zuweisung für den Brandschutz und die allgemeine Hilfe.
Gregor Starosczyk-Gerlach
Wenn Sie den Blog abonnieren, senden wir Ihnen eine E-Mail, sobald es neue Updates gibt, damit Sie diese nicht verpassen.
Kommentare
By accepting you will be accessing a service provided by a third-party external to https://rhein-selz-geht-aus.de/
