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Insider-Tipp in Rhein-Selz: Das "Kosakenhaus" in Eimsheim
Heute besuchen wir die schöne Berggemeinde Eimsheim.
Mitten in Eimsheim steht ein Haus, das viel gesehen hat. Erbaut im 16. Jahrhundert, gehört es zu den ältesten Gebäuden der Gemeinde. Wer genauer hinschaut, entdeckt zwischen den Fenstern eine unscheinbare Tafel. Sie erzählt von einem Moment, in dem große europäische Geschichte direkt vor dieser Haustür Halt machte: „In diesem Haus nahmen die Kosaken Quartier, als sie 1814 nach Paris zogen."
Damals war Eimsheim Teil des napoleonischen Machtbereichs. Französische Revolutionstruppen hatten den Ort Ende des 18. Jahrhunderts besetzt, und auch Bürger aus Eimsheim zogen in Napoleons Feldzüge. Doch nach seiner Niederlage änderte sich alles rasch. Die Armeen der Alliierten aus Russland, Preußen und Österreich marschierten in Frankreich ein, besetzten Ende März 1814 Paris – und Napoleon dankte am 6. April 1814 als Kaiser der Franzosen ab. Auf ihrem Weg Richtung Paris erreichten russische Kosaken auch Rheinhessen und machten in Eimsheim kurz Station.
Eine historische Metallschnalle
Dass diese Epoche hier noch nachwirkt, zeigt ein Fund aus jüngerer Zeit: Bei einer Renovierung des Hauses Ende der 1980er-Jahre entdeckte die Eigentümerin im Speicher eine alte Metallschnalle.Ob sie tatsächlich aus jener Zeit stammt, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen – doch sie erinnert daran, dass in diesem Haus einst Menschen lebten, die Zeugen einer Zeit waren, in der Weltgeschichte durch ein rheinhessisches Dorf zog.
Napoleon und Rheinhessen
Und die Geschichte endet nicht an der Haustür: Nur wenige Meter entfernt, auf dem alten Friedhof, befindet sich ein Napoleon-Stein – aber davon erzähle ich euch ein anderes Mal.
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