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WeinErlebnisPfad Guntersblum – Vatertag in den Reben

WeinErlebnisPfad 2026 in Guntersblum

Die Hohlwege haben mich erwischt. Ich bin da einfach stehen geblieben. Über mir ein Blätterdach, das noch tropfte vom letzten Regen, rechts und links die alten Weinbergsböschungen, und diese Stille, die man sonst nur in Wäldern kennt. Irgendetwas daran hat etwas fast Magisches. Im neuen Hohlweg kamen noch zwei Dinge dazu, die ich so nicht erwartet hatte: kleine Schilder, die erklären, welche Kräuter am Wegesrand wachsen, und die Lösswände voller winziger Insektenlöcher. Hunderte davon, dicht an dicht. Man muss nur innehalten und hinschauen.

Dabei hatte der Tag gar nicht so vielversprechend begonnen. Der Wetterbericht hatte Regen angesagt, und ich war ehrlich gesagt unschlüssig, ob ich lieber vormittags oder nachmittags losgehen sollte. Aber der WeinErlebnisPfad in Guntersblum findet traditionell am Vatertag statt, und irgendwie wäre es falsch gewesen, nicht dabei zu sein. 

Mehr Sonne als Regen

Es kam anders als angekündigt. Das Wetter hatte offenbar eigene Pläne. Ja, es regnete zwischendurch, aber die Sonne zeigte sich deutlich öfter als vorhergesagt, und wenn man durch die Weinberge blickt, nachdem es geregnet hat, leuchtet das Grün auf eine Weise, die man nicht beschreiben, nur sehen kann. Und die Wolken! Diese dramatischen, wechselhaften Wolken, die das Licht immer wieder neu gesetzt haben. Ich habe mehrmals einfach stehenbleiben müssen und nach oben geschaut. Der Regen hatte der Landschaft gutgetan. Man spürte das bei jedem Schritt, in der Luft, im Boden, in den Farben.

Und die Menschen? Viele. Obwohl die Prognose alles andere als einladend war, waren die Wege gut besucht, und man merkte den Leuten an, dass sie froh waren, draußen zu sein. Ich kam ins Gespräch mit einer Gruppe aus der Bergstraße, die den WeinErlebnisPfad schon seit ein paar Jahren kennen. Was sie schätzen: die familiäre Atmosphäre. Nicht so überlaufen wie die großen Ersten-Mai-Wanderungen, die überall im Rheinland angeboten werden. Hier hat alles noch eine menschliche Größe. Und genau das tut gut. 

Acht Kilometer, die sich lohnen

Der Loop führt auf rund acht Kilometern durch Rebzeilen, über Hügel und immer wieder vorbei an Aussichten, die man einfach mitnehmen möchte. Rheintal, Taunus, Odenwald, das alles liegt an klaren Tagen wie auf einem Tablett. Dazwischen der Römerturm, der Stareturm, das charmante Leckbart-Haisje und der Weinlehrpfad: kleine Haltepunkte in einer Geschichte, die sich beim Gehen erzählt.

Sechs Genuss-Stationen verteilen sich entlang der Route. Die Guntersblumer Winzer schenkten ihre Weine aus, es gab kühle Getränke und regionale Snacks, Plätze zum Sitzen und Durchatmen. Kein Zeitplan, kein Muss. Und die kleinen Extras am Wegesrand, Spiele, Fotospots, Angebote für Kinder, sogar Informationen rund ums Thema Wildbienen, machen aus der Wanderung etwas mehr als einen Spaziergang.

Die Organisation war durchdacht und reibungslos. Man merkt, dass das hier mit Sorgfalt gemacht wird. 

Fast vier Stunden später

Müde bin ich nach Hause gefahren aber Glücklich. Das ist das beste Zeichen, dass ein Tag gut war. 🌿

Bis zum nächsten Vatertag, am 6. Mai 2027! 

Noch ein paar Impressionen

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