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Tausend Euro für Jugendprojekte
Musikergruppe „Best of 65" spendet Hut-Erlös an das Oppenheimer Jugendhaus
Die Sonntagskonzerte auf dem Oppenheimer Marktplatz ziehen Menschen jeden Alters an. Im Sommer hat die vierköpfige Musikergruppe „Best of 65" dort ein stimmungsvolles Konzert gespielt und damit gleichzeitig die Kinder- und Jugendarbeit des Jugendhauses Oppenheim unterstützt. Während die Musiker live in der Altstadt spielten, ging der Hut rum. Das Publikum war begeistert und großzügig: Am Ende lagen 1.000 Euro im Spendentopf, sehr zur Freude des Jugendhausteams.
Kürzlich haben die Musiker die gesamte Summe im Hof des Jugendhauses an Jugendhausleiter Jürgen Salewski übergeben. Er bedankte sich herzlich: „Wir sind sehr dankbar für diese großzügige Unterstützung. Die Spende fließt direkt in unsere Arbeit ein und hilft uns, tolle Angebote umzusetzen. Ein großes Dankeschön an die Band für diese tolle Aktion!"
Das Geld wird aufgeteilt. Die eine Hälfte geht, so auch der Wunsch der Band, an die Demokratieprojekte des Jugendhauses. Die andere Hälfte fließt in weitere Projekte der Jugendarbeit.
Ein Herzensprojekt: „Gewalt hat eine Geschichte"
Ein Projekt liegt dem Jugendhaus dabei besonders am Herzen. Seit mehr als zwölf Jahren führt es das Präventions- und Gedenkprojekt „Gewalt hat eine Geschichte – Pogromnacht in unserer Region" durch. Schul-, Konfirmanden- und Jugendgruppen setzen sich darin mit der Zeit zwischen 1933 und 1945 auseinander. Sie nehmen an Exkursionen teil und erarbeiten kreative Beiträge: Texte, Raps, Fotos oder Kunstprojekte. Mittlerweile machen zehn Gruppen mit.
Hinter dem Projekt stehen die Initiatorin und ehemalige Lehrerin Johanna Stein vom Oppenheimer Geschichtsverein e.V. und Diplom-Pädagoge Jürgen Salewski, Leiter des Oppenheimer Jugendhauses in Trägerschaft des Evangelischen Dekanats Ingelheim-Oppenheim. Sie arbeiten eng mit der Gedenkstätte KZ Osthofen zusammen. Das Ziel: Demokratiebewusstsein fördern, Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung entgegenwirken. Es geht nicht nur darum, die Erinnerung an die Verbrechen der NS-Zeit wachzuhalten. Die Jugendlichen sollen auch lernen, heute für sich und andere einzustehen. Unterstützt wird das Projekt vom Fachbereich Kinder und Jugend der EKHN und vom Landkreis Mainz-Bingen.
Jedes Jahr übernimmt eine andere Schule die Gastgeberrolle. In diesem Jahr ist es die Carl-Zuckmayer-Realschule plus und FOS in Nierstein. Dort findet am 13. November die Abschlussveranstaltung mit Projektpräsentation und Preisverleihung statt.
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