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Parklichterfest Nierstein: Wenn der Stadtpark zu leuchten beginnt
Es ist dieser Moment, kurz nachdem die Sonne weg ist. Die Dämmerung legt sich über den Niersteiner Stadtpark, und überall gehen die Laternen an. Wer dann genauer hinschaut, entdeckt am Boden ein Muster aus kleinen Lichtern. Noch lässt sich nicht so recht erkennen, was es darstellen soll. Man rätselt, geht ein paar Schritte, schaut von der anderen Seite. Irgendetwas ist da, aber was?
So ein Abend war das Parklichterfest am 30. Mai. Rund 1.000 Menschen kamen in den Stadtpark, Familien mit Kindern genauso wie alle, die einfach einen lauen Abend draußen verbringen wollten. Das Wetter spielte mit, besser als gedacht, und der Park wurde für ein paar Stunden zur Open-Air-Bühne für die ganze Stadt.
Eintritt frei - ein Zeichen
Etwas war in diesem Jahr neu: Der Eintritt war kostenlos. Der Sozial- und Kulturausschuss der Stadt Nierstein hatte das so beschlossen, und der Gedanke dahinter gefällt mir gut. Alle sollten sich eingeladen fühlen, ohne dass der Geldbeutel eine Rolle spielt. Michael Sander, Sozial- und Kulturbeigeordneter der Stadt, brachte es auf den Punkt: Man wollte die Schwelle so niedrig wie möglich halten – gerade in einer Zeit, in der das nicht selbstverständlich ist. Für Familien war das ein echtes Geschenk.
Ein Programm für jede Generation
Auf und neben der Bühne war einiges los. Clown Filiou brachte die Kleinsten zum Lachen, während Magic M mit seinen Illusionen für staunende Gesichter sorgte – und zwar nicht nur bei den Kindern. Die beiden Turnvereine aus der Umgebung, der TV Nierstein und der TV Schwabsburg, zeigten ihre neuen Tanzakrobatik-Vorführungen, schwungvoll und mit sichtbar viel Übung dahinter.
Den musikalischen Höhepunkt setzte Sideways, eine zehnköpfige Funk- und Soulband. Mit ihren Grooves holten sie die 70er und 80er zurück in den Park, und vor der Bühne wurde aus dem Zuschauerraum schnell eine Tanzfläche – Jung und Alt nebeneinander.
Und dann, als alles leuchtete
Inzwischen war es richtig dunkel geworden. Und jetzt, wo wirklich jede Laterne brannte, ergab das Muster am Boden auf einmal einen Sinn: ein Schriftzug, „Fußball WM 2026". Ein kleiner Gruß an einen Sommer, der erst noch kommt. Ein Detail, über das man erst stolpert und dann schmunzelt.
Den Schlusspunkt setzten die Lichtakrobaten von Nachtfunke, die ihre Figuren in die Nacht malten. Ein passender Abschluss für ein Fest, bei dem sich am Ende alles ums Licht drehte.
Von Herzen: Danke!
So ein Abend passiert nicht von allein. Ein großes Dankeschön geht an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bauhofs, an Verwaltungsleiter Norbert Kessel für die Koordination, an die Freiwillige Feuerwehr Nierstein und an den Energiedienstleister EWR, der den Park mit den ökostrombetriebenen Laternen in Szene gesetzt hat. Und nicht zuletzt an die vielen lokalen Sponsoren, ohne die ein Fest in dieser Größe gar nicht möglich wäre. Es war einer dieser Abende, an denen man merkt, wie schön ein gemeinsamer Sommerabend im Park sein kann.
Noch ein paar Impressionen
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