Nächste Termine in Rhein-Selz
Jung trifft Alt - Uelversheim macht gemeinsame Sache
Manchmal braucht es einfach jemanden, der den ersten Schritt macht. In Uelversheim hat die Gemeinde jetzt genau das getan – und sich bereit erklärt, als Pilotgemeinde ein ganz besonderes Projekt umzusetzen.
Letzten Mittwoch fand im Dorfgemeinschaftshaus Uelversheim die erste Veranstaltung des neuen Mehrgenerationenprojekts statt – finanziert von der VG Rhein-Selz, ins Leben gerufen mit dem Mut und dem Engagement der Gemeinde Uelversheim. Ein echtes Pionierprojekt, das Jung und Alt zusammenbringen möchte. Und ich kann euch sagen: Es hat funktioniert.
Vier Generationen, ein Raum
Von 10 bis 95 Jahren – das war die beeindruckende Altersspanne, die sich an diesem Nachmittag unter einem Dach versammelt hat. Mindestens vier Generationen, die sich sonst vielleicht kaum begegnen, saßen plötzlich zusammen an einem Tisch und haben gebastelt, gespielt und geplaudert.
Die Idee dahinter ist so simpel wie wirkungsvoll: Gleichgesinnte treffen, Verbindungen schaffen, voneinander lernen, sich Zeit schenken und miteinander in Austausch kommen. Denn in Uelversheim gibt es bereits einen Seniorenkreis und Kinder- und Jugendtreffs – was bisher fehlte, war die Brücke dazwischen.
Ein starkes Team hinter dem Projekt
Nach der herzlichen Begrüßung durch Ortsbürgermeister Ernst Braner und Vorstellung des Orga-Teams– bei Kaffee, Kaltgetränken, Brezeln und selbstgemachtem Kuchen, den die Gemeinde liebevoll bereitgestellt hatte – bildeten sich schnell kleine Grüppchen. Der Nachmittag wurde von einem bemerkenswert breiten Netzwerk begleitet: die Gemeinde selbst, die Gemeindeschwester+ der VG Rhein-Selz, die Seniorenbeauftragte, das Jugendbüro der Gemeinde sowie die Mobile Jugendarbeit der VG Rhein-Selz haben gemeinsam dafür gesorgt, dass sich alle willkommen fühlen.
Diese Zusammenarbeit über so viele Institutionen hinweg ist nicht selbstverständlich – und zeigt, wie ernst es allen Beteiligten mit diesem Projekt ist.
Mein persönlicher Moment: die Osterkarte
Ich muss gestehen – ich habe mich natürlich selbst ans Basteln gewagt. Eine Osterkarte. Und nachdem ich wirklich viele Jahre kein Bastelmaterial mehr in der Hand hatte, bin ich ehrlich gesagt ziemlich stolz auf das Ergebnis. Perfekt? Nein. Aber mit Herz gemacht – und genau das zählt an so einem Nachmittag.
Es war diese Art von Moment, die mir gezeigt hat, worum es bei diesem Projekt wirklich geht: nicht um Perfektion, sondern ums Mitmachen, ums Loslassen und ums gemeinsame Erleben.
Ein weißes Blatt voller Träume
Mitten im Raum hing ein großes, weißes Blatt – und die Idee dahinter hat mich wirklich berührt. Alle Gäste waren eingeladen, ihre Wünsche aufzuschreiben. Was möchte ich lernen? Was kann ich vielleicht weitergeben?
Ein Wunsch, der mir besonders ins Auge gesprungen ist: Stricken und Häkeln lernen. So schlicht, so schön – und so typisch für das, was dieses Projekt ausmacht. Kinder und Jugendliche, die von Seniorinnen und Senioren eine Fähigkeit lernen, die sonst vielleicht verloren geht. Wissen, das von Hand zu Hand weitergegeben wird.
Ich finde, dieses kleine weiße Blatt sagt mehr über das Projekt aus als jede Broschüre es könnte.
Das war erst der Anfang
Das Schöne: Es bleibt nicht bei diesem einen Nachmittag. Die nächsten Treffen finden bereits statt – jeweils von 16 bis 18 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Uelversheim:
- 29. April
- 24. Juni
- 26. August
- 28. Oktober und
- 25. November jeweils von 16:00 bis 18 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus in Uelversheim
Ich finde, Uelversheim macht hier etwas vor, das Schule machen sollte. Daumen hoch für dieses tolle Pionierprojekt!
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