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Oppenheim erleben: Von gestern, heute und morgen – eine Zeitreise im Gautor
Am Samstag besuchte ich die Eröffnung der Ausstellung „Oppenheim – wohin des Wegs?" im Gautor – ein spannender Blick auf unsere Stadt aus städtebaulicher Perspektive. Die Ausstellung setzt bewusst Schwerpunkte und will nicht alles erklären, sondern Impulse geben. Sie lädt Euch ein, gemeinsam mit den Gestalterinnen ein Stück des Weges zu gehen.
„Eine Ausstellung wie eine Zeitreise: von gestern über heute bis morgen", so beschreiben die Macherinnen selbst ihr Projekt. Die Inhalte basieren hauptsächlich auf den studentischen Arbeiten von Ingunn H. Honne und Dina Leber aus Oppenheim. Ingunn hat Architektur an der TU Darmstadt studiert und dort 2023 eine freie städtebauliche Arbeit über Oppenheim realisiert. Dina bringt ihren Fokus auf Stadtsoziologie ein und hat sich in Berlin mit Partizipation, Kultur und urbanen Räumen beschäftigt. Dina studierte von 2017 bis 2021 Kultur und Sozialanthropologie an der FU Berlin.
Lebendige Reise durch Raum und Zeit
Die Ausstellung gliedert sich in drei Phasen: „Geschichte und Geschichten", „Gegenwart und Beobachtungen" sowie „Zukunft und Utopie". Texte, Bilder und MitMach-Aktionen verbinden sich zu einer lebendigen Reise durch Raum und Zeit. Ihr könnt Euch aktiv einbringen – Eure Erinnerungen, Lieblingsorte oder Zukunftsvisionen teilen und so selbst Teil der Ausstellung werden.
Das Konzept ist offen gestaltet, verändert sich ständig und spiegelt das lebendige Wesen einer Stadt wider, die im Wandel ist. Zeit wird hier zur Bewegung, Raum zur Gestaltungsfläche – und wir alle sind mittendrin.
Als jemand, der sich sehr für die Geschichte unserer Stadt interessiert, habe ich bei meinem Besuch viel Neues entdeckt. Wusstet Ihr zum Beispiel, dass mittelalterliche Städte keineswegs zufällig gewachsen sind? Es gab damals einen „goldenen Schnitt", den Ihr in der Ausstellung näher kennenlernen könnt.
MitMach-Ausstellung
Neben der Hauptausstellung, jeden Samstag von 13 bis 18 Uhr und jeden Sonntag von 11 bis 17 Uhr, erwarten Euch spannende Sonderveranstaltungen zu den Phasenwechseln, Vorträge, Gespräche und künstlerische Beiträge. Besonders interessant: Bei jeder Phase gibt es einen MitMach-Teil, bei dem Ihr mit Fotos, Geschichten, Bastelideen oder Diskussionen aktiv dabei sein könnt.
Merkt Euch unbedingt die Veranstaltungen „Was darfs sein?" am Freitag, 14. November, ab 19 Uhr sowie „Stadt für alle" am Freitag, 28. November, ab 19 Uhr vor – diese Abende versprechen spannende Einblicke und lebendige Diskussionen. Verpasst sie nicht!
Die Ausstellung ist wie folgt geöffnet: Freitags: 17-20h, Samstags: 13-18h und Sonntags: 11-17h
Veranstaltung „Stadt für Alle!" – Offene Diskussionsrunde zu Stadtentwicklung, Teilhabe und gesellschaftlichem Zusammenhalt
Am 28. November 2025 laden die Ausstellerinnen zu einer offenen Diskussionsrunde unter dem Titel „Stadt für Alle!" ein. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr und widmet sich den Chancen und Herausforderungen des heutigen sowie zukünftigen städtischen Lebens.
In einem vielseitigen Gesprächsformat werden zentrale Fragen der Stadtentwicklung, Teilhabe, sozialen Gerechtigkeit und gesellschaftlichen Resilienz aufgegriffen. Die Gäste erwartet ein Abend, an dem unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen und Impulse für ein lebenswertes Miteinander gesetzt werden.
Themenschwerpunkte des Abends sind unter anderem:
- Kunst und Gestaltung im öffentlichen Raum
- Grüne und generationengerechte Stadtentwicklung
- Strategien im Umgang mit Rechtsextremismus und menschenfeindlichen Ideologien
- Erfahrungen aus lokalen und regionalen Initiativen
Zu den Mitwirkenden zählen unter anderem Michael Fetzer, der die Initiative Stadt für Alle aus Kaiserslautern vorstellt, sowie Stefan Arnold und Kerstin Thieme-Jäger, die aus dem Workshop Gut leben im Alter in Oppenheim berichten. Angelika Riske, Vorstandsmitglied des Vereins Rheinhessen gegen Rechts, bringt zudem wichtige zivilgesellschaftliche Erfahrungen in die Runde ein.
Die VeranstalterInnen betonen ausdrücklich, dass die Diskussion offen gestaltet ist. Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, eigene Gedanken einzubringen und aktiv mitzudiskutieren.
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